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Schürfgruben (Sondierbohrungen) in Jena: Direkter Aufschluss für fundierte Baugrundentscheidungen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Jenas Stadtentwicklung ist eng mit den Hängen des Saaletals und dem anstehenden Muschelkalk verwoben. Wo einst Winzer die Kalksteinhänge terrassierten, stehen heute komplexe Bauvorhaben, die mit verwittertem Fels, Hangschutt und Auelehmschichten zurechtkommen müssen. Eine bloße Oberflächenansprache reicht hier selten aus. Die Schürfgrube in Form einer Sondierbohrung bringt ans Tageslicht, was unter der Grasnarbe oder dem Altbestand liegt: die wahre Abfolge von Auelehm über Schotter bis zum angewitterten Kalkstein. Unser Labor, akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025, führt diese Direktaufschlüsse im gesamten Stadtgebiet durch – vom hochwassergeprägten Paradies bis zu den Hanglagen von Lobeda-Ost.

Ein einzelner, gut dokumentierter Direktaufschluss ersetzt kein ganzes Baugrundmodell – aber er liefert den entscheidenden Referenzpunkt, an dem sich alle indirekten Sondierungen kalibrieren lassen.

Methodik und Umfang

Im Jenaer Baustellenalltag begegnen uns regelmäßig Baugrundsituationen, die mit indirekten Sondierungen allein nicht sicher zu deuten sind. Handelt es sich bei der steifen Schicht in 2,50 Meter Tiefe um eine Kalksteinbank oder nur um eine verbackene Schotterlinse? Nur der direkte Aufschluss durch eine Schürfgruben-Sondierbohrung liefert hier Gewissheit. Wir dokumentieren die Ansatzhöhe, Entnahmetiefe und die bodenmechanische Ansprache vor Ort nach DIN EN ISO 14688 – ergänzt um gestörte und ungestörte Proben für weiterführende Laborversuche. Wenn die Schichtenfolge dann auf unserem Bohrtisch liegt, ist der erste Schritt zur sicheren Bemessung von Fundamenten und zur Wahl des richtigen Gründungskonzepts getan.
Schürfgruben (Sondierbohrungen) in Jena: Direkter Aufschluss für fundierte Baugrundentscheidungen
Technisches Referenzbild — Jena

Standortspezifische Faktoren

Ein Projekt in der Dornburger Straße zeigte exemplarisch, was ohne direkten Aufschluss passieren kann. Auf dem Papier lag homogener Kiessand vor, die Rammdiagramme deuteten auf gleichmäßig steife Schichten. Erst die Schürfgruben-Sondierbohrung im Baufeld deckte auf, dass unter einer dünnen Kieslinse meterdicke, weiche Auelehme lagerten – die Rammspitzen waren nur in der dünnen Kieskruste steckengeblieben. Die geplante Flachgründung hätte Setzungen im Zentimeterbereich verursacht. Erst die Umplanung auf elastisch gebettete Bodenplatten mit gezieltem Bodenaustausch machte das Vorhaben standsicher. Im Jenaer Talkessel mit seinen unregelmäßigen quartären Füllungen ist das Verlassen auf rein indirekte Erkundungsmethoden ein Restrisiko, das sich durch eine überschaubare Anzahl von Schürfgruben sicher ausschließen lässt.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
VerfahrenTrocken- oder Spülbohrung, Rammkernsondierung
Maximale BohrtiefeBis 8 m in Lockergestein, bis 3 m in verwittertem Fels
ProbenahmeGestörte und ungestörte Proben (Ausstechzylinder)
DokumentationSchichtenverzeichnis nach DIN 4021/4022
AnspracheBoden- und Felsansprache nach DIN EN ISO 14688/14689
Durchmesser100 mm bis 300 mm je nach Erkundungstiefe
EinsatzbereichBaugrunderkundung, Altlastenverdacht, Leitungsgraben

Weitere Fachleistungen

01

Schürfgruben (Sondierbohrung)

Durchführung von Kleinrammbohrungen und Rammkernsondierungen zur Erkundung der Schichtenfolge, unterstützt durch unser akkreditiertes Labor für die Folgebeprobung.

02

Schwere Rammsondierung (DPH)

Indirekte Sondierung zur Ermittlung der Lagerungsdichte in rolligen Böden und zur Vorerkundung von Bohransatzpunkten im hügeligen Gelände Jenas.

03

Bodenprobenanalyse

Bestimmung von Korngrößenverteilung, Konsistenzgrenzen und Wassergehalt im Labor, um die Feldansprache der Schürfgrube quantitativ zu bestätigen.

04

Felsansprache & Verwitterungsgrad

Qualifizierte Beurteilung des oberflächennah anstehenden Muschelkalks hinsichtlich Trennflächengefüge, Verwitterungsgrad und Abrasivität für die weitere Gründungsplanung.

Normativer Rahmen

DIN 4021 – Baugrund; Aufschluss durch Schürfe und Bohrungen, DIN EN ISO 14688 – Benennung, Beschreibung und Klassifizierung von Boden, DIN EN ISO/IEC 17025 – Akkreditierung Prüflaboratorium

Häufige Fragen

Welche Tiefe erreicht eine Schürfgruben-Sondierbohrung in Jena typischerweise?

In den Lockergesteinsfüllungen der Saaleaue erreichen wir mit unserer Rammkernsonde üblicherweise Tiefen bis 8 Meter. In den Hanglagen mit verwittertem Muschelkalk ist bei etwa 3 Metern die Grenze der Kleinbohrtechnik erreicht. Für tiefere Aufschlüsse im Festgestein bieten wir ergänzende Kernbohrverfahren an.

Muss ich für eine Schürfgrube auf meinem Grundstück in Jena eine Genehmigung einholen?

Bei temporären Erkundungsbohrungen mit geringem Durchmesser und ohne Grundwassermessstellenausbau ist in der Regel kein wasserrechtliches Verfahren nötig. Wir empfehlen dennoch, vor Bohrbeginn die Kampfmittelfreiheit zu prüfen und bei Verdacht auf Altlasten das Umweltamt Jena einzubinden. Unser Team unterstützt Sie bei der Abstimmung mit den Behörden.

Mit welchen Kosten muss ich für eine Schürfgrube in Jena rechnen?

Der Preisrahmen für eine Schürfgruben-Sondierbohrung inklusive Dokumentation liegt zwischen €390 und €810, abhängig von Bohrtiefe, Zugänglichkeit des Geländes und erforderlichem Probenumfang. Bei mehreren Aufschlüssen im Rahmen einer Baugrunduntersuchung erstellen wir ein wirtschaftliches Gesamtpaket.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Jena und Umgebung.

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