Jenas Stadtentwicklung ist eng mit den Hängen des Saaletals und dem anstehenden Muschelkalk verwoben. Wo einst Winzer die Kalksteinhänge terrassierten, stehen heute komplexe Bauvorhaben, die mit verwittertem Fels, Hangschutt und Auelehmschichten zurechtkommen müssen. Eine bloße Oberflächenansprache reicht hier selten aus. Die Schürfgrube in Form einer Sondierbohrung bringt ans Tageslicht, was unter der Grasnarbe oder dem Altbestand liegt: die wahre Abfolge von Auelehm über Schotter bis zum angewitterten Kalkstein. Unser Labor, akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17025, führt diese Direktaufschlüsse im gesamten Stadtgebiet durch – vom hochwassergeprägten Paradies bis zu den Hanglagen von Lobeda-Ost.
Ein einzelner, gut dokumentierter Direktaufschluss ersetzt kein ganzes Baugrundmodell – aber er liefert den entscheidenden Referenzpunkt, an dem sich alle indirekten Sondierungen kalibrieren lassen.
